Was ist ein englischer Lebenslauf
Ein englischer Lebenslauf ist ein Bewerbungsdokument, dessen Bezeichnung und üblicher Umfang vom Zielland abhängen. In Großbritannien und vielen weiteren Ländern ist CV geläufig, während Bewerbungen in den USA und Kanada üblicherweise ein Résumé verlangen. Auch der tabellarische, rückwärts chronologische Aufbau ist im britischen Bewerbungsumfeld vertraut. Wer die Begriffe und Konventionen des Zielmarkts kennt, kann das passende Format auswählen und Missverständnisse vermeiden.
CV vs. Résumé: Bedeutung und Unterschied
Die Begriffe CV und Résumé bezeichnen Bewerbungsunterlagen, werden aber nicht überall gleich verwendet. „Curriculum vitae“ ist Latein und bedeutet wörtlich „course of life“, also Lebenslauf. In Großbritannien und vielen internationalen Bewerbungskontexten heißt das Dokument CV. In den USA und Kanada ist dagegen Résumé der übliche Begriff für die Unterlage, mit der sich Bewerberinnen und Bewerber auf eine Stelle bewerben.
Ein britischer oder internationaler CV umfasst typischerweise ein bis zwei Seiten. Er stellt den beruflichen Werdegang und die Ausbildung so dar, dass Personalverantwortliche die wichtigsten Stationen rasch erfassen können. Der Begriff „international“ bezeichnet dabei keine weltweit einheitliche Vorlage: Die Erwartungen können je nach Land, Branche und Arbeitgeber variieren. Maßgeblich sind deshalb die Stellenausschreibung und die Gepflogenheiten des konkreten Arbeitsmarkts.
Ein Résumé für eine Bewerbung in den USA oder Kanada ist gewöhnlich auf eine Seite angelegt und stärker auf die jeweilige Stelle zugeschnitten. Es hebt passende Erfahrungen und Qualifikationen hervor, statt sämtliche Stationen gleich ausführlich abzubilden. Bei langjähriger Berufserfahrung kann ein Résumé auch länger sein; eine Seite bleibt jedoch die verbreitete Orientierung. In diesem nordamerikanischen Bewerbungskontext bezeichnet CV meist etwas anderes: ein ausführlicheres akademisches Dokument, das etwa wissenschaftliche Stationen und Veröffentlichungen aufführt. Der Umfang richtet sich dort nach der akademischen Laufbahn und kann deutlich über zwei Seiten hinausgehen.
Damit ist die Übersetzung nicht allein eine Frage des Wörterbuchs. Die Wendung „Lebenslauf auf Englisch“ kann je nach Zielland sowohl CV als auch Résumé meinen. Wer sich beispielsweise auf eine Stelle in London bewirbt, orientiert sich an der dort verlangten CV-Konvention; für eine Bewerbung in Toronto ist meist ein Résumé gefragt. Wird in einer nordamerikanischen akademischen Ausschreibung ausdrücklich ein CV verlangt, sollte das ausführlichere akademische Dokument gemeint sein. Die konkrete Bezeichnung in der Anzeige ist daher aussagekräftiger als eine allgemeine englische Vorlage.
Für die Formatwahl gilt: zuerst das Land der Stelle prüfen, dann die Bezeichnung in der Ausschreibung und schließlich die Branche berücksichtigen. Ein Lebenslauf Design, das für einen britischen Arbeitgeber angemessen ist, lässt sich nicht automatisch unverändert als nordamerikanisches Résumé verwenden. Auch die gewünschte Länge und Auswahl der Angaben können voneinander abweichen. Wer sich auf mehrere Länder bewirbt, fährt mit getrennten, jeweils angepassten Fassungen besser als mit einem einzigen Dokument für alle Märkte. So passt der Lebenslauf Aufbau zur Erwartung des Arbeitgebers, ohne dass CV und Résumé fälschlich als überall austauschbare Begriffe behandelt werden.
Tabellarischer Lebenslauf auf Englisch
Der deutsche tabellarische Lebenslauf ähnelt strukturell dem britischen rückwärts chronologischen CV: Die jüngste berufliche Station steht zuerst, ältere Einträge folgen in umgekehrter Reihenfolge. Das erleichtert den direkten Vergleich, weil aktuelle Tätigkeiten und Abschlüsse am Anfang sichtbar sind. Für die Lebenslauf Formatierung bedeutet das meist klar getrennte Abschnitte und kompakte Einträge mit Zeitraum, Position und Arbeitgeber. Die Ähnlichkeit ist praktisch relevant, wenn eine deutsche Bewerbung ins britische Umfeld übertragen wird: Die vertraute Chronologie kann bleiben, während Begriffswahl und Darstellung an das Zielland angepasst werden.
Curriculum vitae: Herkunft des Begriffs
„Curriculum vitae“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „course of life“, auf Deutsch also Lebenslauf. Die Abkürzung CV ist vor allem in Großbritannien, Australien und Neuseeland sowie in weiten Teilen Europas gebräuchlich. Wer dort nach einem CV gefragt wird, soll im Regelfall einen Lebenslauf für eine Bewerbung einreichen. Die lateinische Herkunft erklärt die Bezeichnung, legt aber nicht fest, wie lang das Dokument sein muss oder welche Inhalte in jedem Land erwartet werden.
Im nordamerikanischen Bewerbungssprachgebrauch ist Résumé der Standardbegriff für einen Lebenslauf zur Stellensuche. CV wird dort meist für ein längeres akademisches Dokument verwendet. Deshalb lässt sich die deutsche Formulierung „Lebenslauf auf Englisch“ nicht mit nur einem englischen Wort übersetzen: Je nach Zielland kann damit CV oder Résumé gemeint sein. Auch die Aufforderung in einer Ausschreibung ist im Zusammenhang mit Land und Stelle zu lesen.
Praktisch heißt das: Vor dem Erstellen einer Lebenslauf Vorlage sollte das Land des Arbeitgebers feststehen. Für eine Stelle in Großbritannien ist die Bezeichnung CV naheliegend; bei einer üblichen Bewerbung in den USA oder Kanada ist Résumé die passende Wahl. Für eine akademische Bewerbung in Nordamerika kann ausdrücklich ein CV verlangt werden. Die korrekte Bezeichnung hilft, das Dokument dem erwarteten Format zuzuordnen, ersetzt aber nicht die Prüfung der konkreten Ausschreibung.
Aufbau eines englischen Lebenslaufs
Ein englischer Lebenslauf folgt einer klaren Gliederung, die Personalverantwortlichen relevante Angaben schnell zugänglich macht. Im britischen und irischen CV stehen Kontaktdaten, berufliche Stationen, Ausbildung und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Ein optionales Kurzprofil und Referenzen können die Übersicht ergänzen. Die Reihenfolge einzelner Abschnitte richtet sich nach Berufserfahrung und Abschluss. Mit präzisen Überschriften und aussagekräftigen Stichpunkten bleibt der Lebenslauf gut lesbar.
Persönliche Daten: Name und Kontakt
Im britischen und irischen CV stehen die Kontaktdaten gut sichtbar am Anfang, damit Unternehmen Sie direkt erreichen können. Nennen Sie nur Angaben, die für eine berufliche Kontaktaufnahme erforderlich sind.
- Schreiben Sie Ihren vollständigen Namen in die erste Zeile, zum Beispiel „Anna Müller“. Eine zusätzliche Überschrift wie „Curriculum Vitae“ ist dafür nicht erforderlich.
- Geben Sie eine Telefonnummer mit internationaler Vorwahl an, etwa „+49 170 1234567“. So ist die Nummer auch aus dem Vereinigten Königreich oder Irland erreichbar.
- Verwenden Sie eine seriös wirkende E-Mail-Adresse mit Ihrem Namen, beispielsweise „[email protected]“. Prüfen Sie vor dem Versand, ob das Postfach regelmäßig abgerufen wird.
- Ein LinkedIn-Profil ist optional. Ergänzen Sie die Profiladresse nur, wenn sie aktuell ist und Angaben zu Stationen und Fähigkeiten mit dem Lebenslauf übereinstimmen.
- Lassen Sie Foto und Geburtsdatum weg. Für eine Bewerbung im Vereinigten Königreich oder in Irland gehören diese Angaben nicht zu den üblichen Kontaktdaten.
Halten Sie die Angaben kompakt und verwenden Sie dieselben Kontaktdaten wie in Ihrem Anschreiben. Ein kurzes Personal Profile kann direkt darunter folgen; es umfasst üblicherweise zwei bis vier Sätze.
Work Experience: Aufbau und Formulierungen
Führen Sie berufliche Stationen rückwärts chronologisch auf: Die aktuelle oder letzte Stelle steht zuerst, ältere Positionen folgen darunter. Verwenden Sie für jede Station eine gut erkennbare Kombination aus Position, Arbeitgeber, Ort und Beschäftigungszeitraum.
- Ordnen Sie mehrere Stellen bei unterschiedlichen Arbeitgebern jeweils als eigenen Eintrag. Nennen Sie Position und Unternehmen deutlich, damit sich Arbeitgeber und Aufgabenbereich auf einen Blick erfassen lassen.
- Nutzen Sie unter jeder Position kurze Stichpunkte statt eines zusammenhängenden Absatzes. Beginnen Sie die Punkte mit einem aussagekräftigen Tätigkeitsverb und halten Sie sie auf konkrete Beiträge ausgerichtet.
- Beschreiben Sie frühere Tätigkeiten in der Vergangenheitsform. Verben wie „managed“, „developed“ und „coordinated“ machen Verantwortlichkeiten unmittelbar verständlich und eignen sich als präzise Einstiege in englische Stichpunkte.
- Formulieren Sie Aufgaben der aktuellen Stelle in der Gegenwartsform, etwa mit „manage“, „develop“ oder „coordinate“. Verwenden Sie eine Zeitform innerhalb derselben Position durchgehend konsistent.
- Stellen Sie Ergebnisse vor allgemeine Pflichten: Statt nur „responsible for sales“ zu schreiben, nennen Sie eine belegbare Veränderung, etwa „increased monthly sales by 12%“.
- Ergänzen Sie, wenn möglich, überprüfbare Größen wie Teamumfang, Bearbeitungszeit oder Umsatzentwicklung. Verwenden Sie Zahlen nur, wenn sie zutreffen und im Gespräch nachvollziehbar erklärt werden können.
Wählen Sie Verben passend zum tatsächlichen Beitrag: „launched“ für eine Einführung, „analysed“ für eine Auswertung oder „trained“ für die Einarbeitung von Mitarbeitenden. Eine kurze Formulierung wie „Reduced processing time by 15%“ zeigt Wirkung, sofern die Zahl belegt ist. Stimmen Sie die hervorgehobenen Erfahrungen auf die jeweilige Stelle ab, statt jede frühere Aufgabe gleich ausführlich darzustellen.
Education: Abschlüsse und Schulen
Im Abschnitt Education gehören die Bildungseinrichtung, der erworbene Abschluss beziehungsweise die Qualifikation und das Abschlussjahr zusammen. Eine Angabe kann zum Beispiel Universität, Bachelorabschluss und Jahr nennen; führen Sie den offiziellen Abschlussnamen so auf, dass er korrekt und verständlich bleibt. Bei einem noch laufenden Studium lässt sich das voraussichtliche Abschlussjahr angeben, sofern es realistisch ist.
Ordnen Sie Ausbildungseinträge ebenfalls rückwärts chronologisch: Der jüngste Abschluss oder die derzeitige Ausbildung steht zuerst. Für ältere Stationen genügt meist die Information, die für die angestrebte Position relevant ist. Ergänzen Sie bei Bedarf Fachrichtung oder relevante Schwerpunkte, wenn diese den Bezug zur Stelle konkret verdeutlichen.
Die Position dieses Abschnitts hängt vor allem davon ab, wie lange der Abschluss zurückliegt und wie umfangreich die Berufserfahrung ist. Berufseinsteiger können Education vor Work Experience setzen, damit ein kürzlich erworbener Abschluss und passende Studieninhalte früh sichtbar werden. Bei mehreren Jahren einschlägiger Berufspraxis steht Work Experience üblicherweise zuerst; die Ausbildung folgt danach. So erhält der für die Bewerbung stärkste Nachweis den passenden Platz, ohne dass andere Stationen unübersichtlich werden.
Skills: Sprachen und IT
Führen Sie unter Skills konkrete Kenntnisse auf, die zur ausgeschriebenen Stelle passen. Bei Sprachen hilft eine Einstufung nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen: Schreiben Sie beispielsweise „German — native“, „English — C1“ oder „French — B1“. Verwenden Sie ein Niveau nur, wenn es Ihre tatsächlichen Fähigkeiten in der jeweiligen Sprache abbildet; eine nicht belegte Einstufung kann im Gespräch auffallen.
Benennen Sie IT-Kenntnisse anhand der tatsächlich verwendeten Programme und Werkzeuge, statt lediglich „computer skills“ oder „Microsoft Office“ ohne weitere Erklärung aufzuführen. Je nach Erfahrung können Sie konkrete Anwendungen wie Microsoft Excel, PowerPoint, Salesforce oder Adobe Photoshop nennen. Ergänzen Sie ein Kompetenzniveau nur, wenn es aussagekräftig ist, und unterscheiden Sie etwa zwischen grundlegender Nutzung und fortgeschrittener Anwendung.
Sortieren Sie die Fähigkeiten so, dass die für die Stelle wichtigsten zuerst erscheinen. Ein Tabellenprogramm ist für eine Finanzposition möglicherweise relevanter als ein Grafikprogramm; bei einer Gestaltungsstelle kann die Gewichtung umgekehrt sein. Interessen und Hobbys gehören nur dann in den Lebenslauf, wenn sie unmittelbar zum Tätigkeitsfeld passen oder eine relevante Fähigkeit belegen. So bleibt der Abschnitt knapp und liefert konkrete Hinweise auf beruflich nutzbare Kenntnisse.
Übersicht
Diese Übersicht ordnet die üblichen englischen Abschnittsbezeichnungen ihren deutschen Entsprechungen zu. Die Hinweise helfen dabei, die jeweilige Funktion im Lebenslauf schnell einzuordnen.
| Abschnitt | Deutsche Entsprechung | Hinweise |
|---|---|---|
| Contact details | Kontaktdaten | Name, Telefon und E-Mail; LinkedIn optional. Foto und Geburtsdatum entfallen. |
| Personal Profile | Kurzprofil | Optional; zwei bis vier Sätze zu beruflichem Profil und passender Erfahrung. |
| Work Experience | Berufserfahrung | Rückwärts chronologisch; Stichpunkte mit Tätigkeitsverben und konkreten Ergebnissen. |
| Education | Ausbildung | Einrichtung, Abschluss und Jahr; Position abhängig von Berufserfahrung. |
| Skills | Kenntnisse und Fähigkeiten | Sprachen mit CEFR-Niveau und IT-Kenntnisse mit konkreten Programmnamen aufführen. |
| References | Referenzen | Übliche Formulierung: „Available on request“; Referenzen werden auf Anfrage bereitgestellt. |
Die Übersicht zeigt die gängigen Bezeichnungen eines UK CV; ein Personal Profile ist optional, References lassen sich knapp halten. Wählen Sie für die Bewerbung die Abschnitte aus, die Ihre Eignung am deutlichsten belegen.
Häufige Fehler beim Schreiben eines englischen Lebenslaufs
Ein englischer Lebenslauf unterscheidet sich nicht nur durch seine Sprache, sondern auch durch Erwartungen an Angaben, Ton und Schreibweise. Fehler entstehen oft, wenn deutsche Gewohnheiten unverändert übernommen werden oder einzelne Formulierungen direkt übersetzt sind. Besonders wichtig sind der Umgang mit persönlichen Daten, aktive Verben und eine durchgehend einheitliche englische Variante. Die folgenden Prüfpunkte helfen, einen klaren und professionellen Lebenslauf zu erstellen.
Foto und persönliche Daten nicht entfernt
Ein Foto gehört in Großbritannien und den USA normalerweise nicht in den Lebenslauf. Arbeitgeber vermeiden Bewerbungsfotos häufig, weil sichtbare Merkmale wie Alter, Geschlecht oder ethnische Herkunft unbewusste Vorurteile begünstigen können. Ein Foto ist nicht pauschal gesetzlich verboten; es kann jedoch den Eindruck erwecken, dass Angaben ohne Bezug zur fachlichen Eignung in die Auswahl einfließen. Lassen Sie es deshalb weg, sofern die Stellenanzeige oder ein Land mit anderen Gepflogenheiten es nicht ausdrücklich verlangt.
Auch Geburtsdatum, Familienstand und Nationalität werden üblicherweise nicht aufgeführt. Diese Angaben sind für die Bewertung beruflicher Qualifikationen meist nicht erforderlich und können Fragen zu Alter, familiärer Situation oder Herkunft aufwerfen. In den USA gibt es kein allgemeines Verbot, solche Angaben in einem Lebenslauf zu machen; die US-Gleichbehandlungsvorschriften schützen jedoch vor Diskriminierung im Beschäftigungsverfahren. Im Vereinigten Königreich schützt der Equality Act 2010 vor Diskriminierung aufgrund bestimmter geschützter Merkmale. Das bedeutet nicht, dass jede dieser Angaben im Lebenslauf gesetzlich untersagt wäre, macht ihre Aufnahme aber in der Regel unnötig.
Entfernen Sie die betreffenden Zeilen vollständig, statt sie durch Formulierungen wie »not married« oder »date of birth available on request« zu ersetzen. Persönliche Angaben beschränken sich meist auf Name und Kontaktdaten; Stadt oder Wohnort können je nach Bewerbung ergänzt werden. Eine Nationalität sollten Sie nicht an die Stelle des Aufenthalts- oder Arbeitsrechtsstatus setzen. Wenn eine Stelle ausdrücklich eine Arbeitserlaubnis voraussetzt, nennen Sie knapp und wahrheitsgemäß, ob Sie zur Arbeit im betreffenden Land berechtigt sind, sofern diese Information verlangt wird. So bleibt der Fokus auf Ihrer Eignung und Ihrem beruflichen Werdegang.
Falsches Register: zu viele Substantivkonstruktionen
Eine wortgetreue Übertragung deutscher Nominalstilistik lässt englische Lebensläufe oft steif und unklar wirken. Aus »Verantwortung für die Planung und Umsetzung der Einführung eines neuen Systems« wird schnell eine lange Konstruktion ohne erkennbare Handlung. Im englischen Lebenslauf sollten Stichpunkte dagegen möglichst mit einem präzisen Tätigkeitsverb beginnen und benennen, was Sie tatsächlich getan haben. Das macht Ihren Beitrag schneller erfassbar und stärkt die Aussagekraft des beruflichen Werdegangs.
Die Wendung »Responsible for…« ist nicht grundsätzlich falsch, bleibt allein aber häufig vage: Sie nennt einen Zuständigkeitsbereich, ohne eine konkrete Handlung zu zeigen. Ersetzen Sie sie, wenn es sachlich zutrifft, durch ein Verb wie »Led«, »Created«, »Analysed«, »Negotiated« oder »Improved«. Aus »Responsible for the introduction of a customer database« wird beispielsweise »Led the rollout of a customer database across three departments«. Das Verb »Led« zeigt die übernommene Führungsrolle; der Zusatz benennt den Umfang der Aufgabe.
Auch deutsche Formulierungen wie »Durchführung von Marktanalysen« oder »Optimierung interner Abläufe« sollten nicht als Substantivketten übertragen werden. Statt »Responsible for the conducting of market analyses« eignet sich etwa »Analysed market trends to support quarterly planning«. Aus »Involvement in the improvement of internal processes« wird, sofern dies Ihre Leistung beschreibt, »Streamlined internal processes«. Wählen Sie ein Verb, das den tatsächlichen Anteil korrekt wiedergibt: »Supported« passt zu unterstützender Mitarbeit, »Coordinated« zu Abstimmung und »Managed« zu eigenständiger Steuerung. Übertreiben Sie die Verantwortung nicht, nur um einen stärkeren Ausdruck zu verwenden.
Ergänzen Sie nach dem Tätigkeitsverb möglichst den Gegenstand, den Rahmen oder das Ergebnis. »Prepared monthly reports for the finance team« ist konkreter als »Responsible for reporting«. Ein Ergebnis darf nur genannt werden, wenn es belegbar ist; verzichten Sie auf erfundene Prozentwerte oder Kennzahlen. Lesen Sie jeden Stichpunkt daraufhin, ob er eine aktive Handlung erkennen lässt und ob die gewählte Verbform zu Ihrer Rolle passt. So wird aus einer deutschen Nominalübersetzung eine präzise, gut lesbare Aussage.
Britisches vs. amerikanisches Englisch mischen
Wählen Sie für den gesamten Lebenslauf entweder britisches oder amerikanisches Englisch. Beide Varianten sind korrekt, doch gemischte Schreibweisen wirken nachlässig und können den Eindruck erwecken, der Text sei nicht abschließend geprüft worden. Typische Unterschiede sind »colour« im britischen und »color« im amerikanischen Englisch sowie »organised« und »organized«. Achten Sie auch auf weitere Wörter mit abweichender Schreibweise, zum Beispiel »centre« und »center«.
Richten Sie sich vorrangig nach dem Standort der Stelle und der Schreibweise in der Stellenanzeige. Bewerben Sie sich bei einem Unternehmen in London, ist britisches Englisch meist naheliegend; für eine Stelle in den USA bietet sich amerikanisches Englisch an. Prüfen Sie die gewählte Variante nicht nur in den Stichpunkten, sondern auch in Überschriften, Profiltexten und Angaben zu Fähigkeiten. Eine automatische Rechtschreibprüfung kann helfen, sollte aber auf die passende Sprachvariante eingestellt sein.
Einheitlichkeit betrifft auch Datumsangaben. Für Großbritannien ist beispielsweise »Jan 2020« eine klare Kurzform. In den USA können Sie »January 2020« schreiben; auch »01/2020« kommt vor. Numerische Tages- und Monatsangaben sind besonders leicht misszuverstehen: »04/05/2021« kann je nach Konvention den 4. Mai oder den 5. April bedeuten. Verwenden Sie bei vollständigen Datumsangaben daher besser den ausgeschriebenen Monatsnamen, etwa »5 April 2021« für britische oder »April 5, 2021« für amerikanische Schreibweise. Bei einem Lebenslauf mit Monats- und Jahresangaben genügt eine konsequente Form wie »Jan 2020 – Mar 2022«.
Prüfen Sie außerdem, ob die gewählte Variante in allen Abschnitten gleich bleibt. Ein Wechsel zwischen »organised« und »color« ist ein sichtbares Warnsignal, auch wenn beide Wörter für sich genommen richtig geschrieben sind. Einheitliche Schreibweise und Datumsformatierung geben dem Lebenslauf ein sorgfältig redigiertes Erscheinungsbild.
Praktische Checkliste
Prüfen Sie den fertigen Lebenslauf vor dem Versand anhand dieser Punkte. Achten Sie besonders darauf, dass persönliche Angaben und Schreibkonventionen zur angestrebten Stelle passen.
- Kein Foto: Entfernen Sie das Bewerbungsbild, sofern es nicht ausdrücklich verlangt wird; ein Foto ist in britischen und amerikanischen Lebensläufen üblicherweise entbehrlich.
- Kein Geburtsdatum: Lassen Sie Geburtsdatum, Familienstand und Nationalität weg, statt sie durch Hinweise wie »auf Anfrage« zu ersetzen.
- Aktive Verben: Beginnen Sie Stichpunkte möglichst mit einem zutreffenden Handlungsverb wie »Led«, »Created« oder »Coordinated«, nicht mit einer langen Substantivkonstruktion.
- Einheitliche Schreibweise: Entscheiden Sie sich für britisches oder amerikanisches Englisch und halten Sie die Variante bei Wörtern wie »organised/organized« konsequent ein.
- CEFR-Angabe: Beschreiben Sie Sprachkenntnisse mit einer konkreten Stufe wie B2 oder C1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen statt nur mit »sehr gut«.
- Länge und Datum: Begrenzen Sie den Lebenslauf auf ein bis zwei Seiten und wählen Sie ein klares Datumsformat, etwa »Jan 2020« oder »January 2020«.
Ein abschließender Vergleich mit der Stellenanzeige hilft, Schreibvariante und Datumsform passend zum Einsatzland zu kontrollieren.
Häufige Fragen zum englischen Lebenslauf
Die passende Bezeichnung und Gestaltung hängen vor allem davon ab, in welchem Land Sie sich bewerben.
Was heißt Lebenslauf auf Englisch?
„Lebenslauf“ heißt auf Englisch je nach Zielland „CV“ oder „résumé“. Im Vereinigten Königreich ist „CV“ die übliche Bezeichnung, in den USA wird meist „résumé“ verwendet. „Curriculum vitae“ ist die ausgeschriebene Form von „CV“ und wird im britischen Bewerbungsalltag häufig zu dieser Kurzform verkürzt. Wählen Sie für Ihre Unterlagen den Begriff, der im jeweiligen Land geläufig ist: Für eine Bewerbung in Großbritannien schreiben Sie „CV“, für eine Bewerbung in den USA „résumé“.
Wie schreibt man einen Lebenslauf auf Englisch?
Schreiben Sie Ihren englischen Lebenslauf rückwärts chronologisch: Die aktuelle oder letzte Station steht zuerst. Gliedern Sie die Angaben übersichtlich in Kontaktinformationen, Berufserfahrung, Ausbildung und Fähigkeiten. Beschreiben Sie Aufgaben und Ergebnisse mit aktiven Verben wie „managed“ oder „developed“ statt mit langen, passiven Formulierungen. Ein englischer Lebenslauf umfasst üblicherweise ein bis zwei Seiten; ein Foto und das Geburtsdatum lassen Sie weg. Prüfen Sie abschließend, ob die Auswahl der Informationen zur ausgeschriebenen Stelle passt und das Dokument auf höchstens zwei Seiten bleibt.
Was ist der Unterschied zwischen einem deutschen und einem englischen Lebenslauf?
Ein englischer Lebenslauf unterscheidet sich vom deutschen vor allem bei persönlichen Angaben, Stil und Bezeichnung. In der britischen und amerikanischen Bewerbungspraxis gehören weder ein Foto noch das Geburtsdatum in das Dokument. Statt ausführlicher Beschreibungen stehen häufig kurze, aktive Stichpunkte, die konkrete Tätigkeiten oder Ergebnisse nennen. Der Umfang liegt normalerweise bei ein bis zwei Seiten. Auch die Bezeichnung richtet sich nach dem Land: In Großbritannien ist „CV“ üblich, in den USA „résumé“; passen Sie Ihre Unterlagen daher an den jeweiligen Arbeitsmarkt an.
Wie schreibt man ‚Berufserfahrung‘ auf Englisch?
Für den Abschnitt „Berufserfahrung“ verwenden Sie auf Englisch meist „Work Experience“ oder „Professional Experience“. Ordnen Sie die Stellen rückwärts chronologisch und nennen Sie für jede Position Arbeitgeber, Funktion sowie Beginn und Ende der Beschäftigung. Formulieren Sie die Aufgaben als knappe Stichpunkte und beginnen Sie diese mit einem aussagekräftigen Tätigkeitsverb. Verwenden Sie für abgeschlossene Tätigkeiten die einfache Vergangenheit und für eine noch aktuelle Stelle die Gegenwartsform. So wird Ihr beruflicher Werdegang schnell erfassbar und die passende Überschrift ist für englischsprachige Personalverantwortliche eindeutig.
Brauche ich auf einem englischen Lebenslauf ein Foto?
Nein, für Bewerbungen im Vereinigten Königreich und in den USA lassen Sie das Foto im Lebenslauf weg. Das entspricht der dort üblichen Bewerbungspraxis; auch das Geburtsdatum gehört nicht in diese Unterlagen. In Deutschland ist ein Bewerbungsfoto weiterhin verbreitet, weshalb deutsche Vorlagen nicht unverändert für eine Bewerbung im englischsprachigen Ausland übernommen werden sollten. Entfernen Sie das Foto für Bewerbungen in Großbritannien oder den USA und kontrollieren Sie die fertige Datei vor dem Versand auf verbliebene Bildfelder.