Lebenslauf auf Englisch übersetzen – Schreibtisch mit Notizbuch

Lebenslauf auf Englisch

Was sich beim Übersetzen eines deutschen Lebenslaufs ändert – Aufbau, Begriffe und Abschnitte.

Was sich ändert

Struktur

Ein englischer Lebenslauf folgt anderen Konventionen: kein Foto, kein Geburtsdatum, Bullet Points statt Fließtext.

Bezeichnungen

Abschnitte wie Berufserfahrung, Ausbildung und Kenntnisse heißen auf Englisch anders – dieser Leitfaden erklärt die Entsprechungen.

Qualifikationen

Abitur, Ausbildung und Diplom haben keine direkten englischen Entsprechungen – hier stehen die gebräuchlichen Formulierungen.

Englische Lebenslauf-Vorlage – Dokumente auf Schreibtisch

Lebenslauf Englisch Vorlage

Welche Abschnitte ein englischer Lebenslauf enthalten muss, welches Format Word oder PDF sinnvoller ist und wie man eine deutsche Vorlage anpasst.

Was ändert sich beim Übersetzen eines Lebenslaufs ins Englische

Beim Übertragen eines deutschen Lebenslaufs geht es nicht nur um englische Wörter: Auch persönliche Angaben und Abschnittsüberschriften werden an die Gepflogenheiten des Ziellandes angepasst. In Großbritannien, den USA, Australien und Irland werden bestimmte private Merkmale üblicherweise nicht aufgeführt. Prüfen Sie zuerst, welche Angaben entfallen, und benennen Sie danach die verbleibenden Abschnitte passend um. Für eine klare Lebenslauf-Übersetzung sind Zielland und Verwendungszweck entscheidend.

Kein Foto, kein Geburtsdatum

Für Bewerbungen in Großbritannien, den USA, Australien und Irland ist es üblich, weder ein Bewerbungsfoto noch Geburtsdatum, Familienstand oder Geschlecht in den Lebenslauf aufzunehmen. Diese Angaben gelten nicht als notwendige berufliche Informationen und können Vorurteile bei der Auswahl begünstigen. Ein Foto, das in deutschen Lebensläufen verbreitet sein kann, gehört daher nicht automatisch in eine englischsprachige Bewerbung.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich nach Land. Im Vereinigten Königreich schützt der Equality Act 2010 vor Diskriminierung aufgrund bestimmter geschützter Merkmale, darunter Alter, Geschlecht und Familienstand. In den USA verbietet Title VII des Civil Rights Act von 1964 Diskriminierung bei der Beschäftigung unter anderem wegen Geschlecht, Religion, Herkunft, Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit. Diese Gesetze schreiben nicht unmittelbar ein bestimmtes Lebenslaufformat vor; die verbreitete Praxis, private Merkmale auszulassen, steht jedoch im Zusammenhang mit Gleichbehandlung und dem Risiko diskriminierender Auswahlentscheidungen.

Auch in Australien und Irland ist das Weglassen dieser Angaben Standard. Bei einer Bewerbung sollte deshalb nicht einfach das deutsche Dokument samt Foto und persönlichen Details übersetzt werden. Entfernen Sie die genannten Felder vor dem Versand und lassen Sie den Platz nicht durch andere private Angaben auffüllen. So richtet sich die Aufmerksamkeit der Personalverantwortlichen auf Qualifikationen und Berufserfahrung.

Persönliche Daten: was bleibt, was entfällt

Übernehmen Sie nur Angaben, die eine Kontaktaufnahme oder die Prüfung Ihrer Eignung ermöglichen. Nutzen Sie diese konkrete Auswahl als Checkliste für die persönlichen Daten:

  • Name: Vor- und Nachname bleiben erhalten. Schreiben Sie Namen wie in offiziellen Unterlagen und vermeiden Sie eine zusätzliche Anrede wie „Herr“ oder „Frau“.
  • E-Mail und Telefonnummer: Geben Sie eine regelmäßig geprüfte E-Mail-Adresse und eine erreichbare Telefonnummer mit internationaler Vorwahl an, zum Beispiel +49 für Deutschland.
  • Wohnort: Stadt und Land reichen üblicherweise aus, etwa „Hamburg, Germany“. Eine vollständige Straßenanschrift ist für die erste Bewerbung meist nicht erforderlich.
  • Berufliches Profil im Netz: Ergänzen Sie ein LinkedIn-Profil oder Portfolio nur, wenn es aktuell ist und relevante Arbeitsproben oder berufliche Informationen enthält.
  • Arbeitserlaubnis: Führen Sie einen Aufenthalts- oder Arbeitsstatus nur auf, wenn er für die Stelle und das Zielland relevant ist; eine kurze Angabe wie „Eligible to work in the UK“ kann genügen, sofern sie zutrifft.
  • Private und administrative Angaben: Lassen Sie Geburtsort, vollständige Anschrift, Ausweisnummer, Religion und Angaben zu Angehörigen weg; sie belegen keine berufliche Eignung und werden üblicherweise nicht benötigt.

Die Überschrift „Persönliche Daten“ kann als „Personal Information“ erscheinen, wird in vielen englischsprachigen Lebensläufen aber ganz weggelassen. Stehen Name und Kontaktdaten am Dokumentanfang, ist eine zusätzliche Abschnittsüberschrift meist entbehrlich.

Überschriften auf Englisch

Übersetzen Sie Abschnittsüberschriften nach ihrer Funktion, nicht Wort für Wort. Die folgende Zuordnung passt für die üblichen Bereiche eines Lebenslaufs:

Deutsche und englische Abschnittsüberschriften im Lebenslauf
DeutschEnglische ÜberschriftHinweis zur Verwendung
Persönliche DatenPersonal Information oder keine ÜberschriftBei Name und Kontaktdaten am Anfang kann die Überschrift entfallen.
BerufserfahrungWork Experience oder Professional ExperienceBeide Varianten sind gebräuchlich; Professional Experience wirkt häufig formeller.
AusbildungEducationUmfasst üblicherweise schulische und weiterführende Ausbildung.
SprachkenntnisseLanguage SkillsGeeignet für eine separate Aufstellung der Sprachen und Kenntnisse.
EDV-KenntnisseIT Skills oder Technical SkillsIT Skills bezeichnet Computerkenntnisse; Technical Skills kann auch weitere fachliche Fertigkeiten umfassen.

Im britischen Englisch heißt der Lebenslauf für eine Bewerbung meist „CV“, kurz für „curriculum vitae“. In den USA bezeichnet „résumé“ üblicherweise das kompakte Bewerbungsdokument; „CV“ wird dort vor allem für ausführliche akademische Laufbahnen verwendet. Ein deutscher tabellarischer Lebenslauf entspricht am ehesten einem britischen „reverse-chronological CV“: Die Stationen stehen in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge, also mit der jüngsten Erfahrung zuerst.

Wie übersetzt man Berufsbezeichnungen und Qualifikationen

Bei einer Lebenslauf Übersetzung kommt es darauf an, dass englischsprachige Arbeitgeber die Funktion einer Position und den Wert eines Abschlusses schnell einordnen können. Eine wörtliche Übertragung deutscher Berufsbezeichnungen führt nicht immer zu einem verständlichen oder passenden Titel. Bei Qualifikationen sollten Sie den Originalnamen beibehalten, wenn eine direkte Entsprechung fehlt, und die Art des Abschlusses knapp erläutern. Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich Aufgaben, Verantwortung und Bildungswege präzise auf Englisch darstellen lassen.

Berufsbezeichnungen korrekt übertragen

Eine Berufsbezeichnung sollte nicht automatisch Wort für Wort übersetzt werden. Entscheidend ist, ob der englische Ausdruck im jeweiligen Arbeitsmarkt dieselbe Tätigkeit und Verantwortung bezeichnet. Ein deutscher „Sachbearbeiter“ kann je nach Aufgabenbereich etwa „administrative officer“, „case officer“ oder „claims handler“ heißen. „Clerk“ passt eher zu einer stark verwaltenden Tätigkeit; bei eigenständiger Fallbearbeitung kann der Titel die Verantwortung zu niedrig ansetzen.

Eine international gebräuchliche Entsprechung ist sinnvoll, wenn Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse tatsächlich übereinstimmen. Übersetzen Sie „Projektleiter“ beispielsweise als „project manager“, wenn die Person Zeitplan, Budget und Team koordiniert. Bestand die Arbeit überwiegend aus fachlicher Zuarbeit, ist „project coordinator“ genauer. Bei einer direkten Übersetzung wie „project leader“ kann die Funktion verständlich sein, der Begriff wirkt jedoch je nach Branche weniger üblich.

Lokalisieren Sie einen Titel nur so weit, wie es die tatsächliche Rolle erlaubt. Ein „Abteilungsleiter“ ist nicht automatisch ein „director“: In internationalen Unternehmen bezeichnet „director“ häufig eine höhere Führungsebene. „Department manager“ oder „head of department“ kann passender sein, wenn die Person eine Abteilung führt, aber nicht zur Geschäftsleitung gehört. Bei einer Übersetzung für einen bestimmten Zielmarkt sollten Sie außerdem die dort übliche Schreibweise und Hierarchie prüfen.

Verantwortung lässt sich durch den Titel und eine knappe Aufgabenangabe verdeutlichen. Ergänzen Sie bei Bedarf Teamgröße, Zuständigkeit oder Berichtslinie, zum Beispiel „Production Manager, leading a team of 12“ oder „Senior Accountant, reporting to the Finance Director“. Die Zusätze machen den Rang nachvollziehbar, ohne einen höheren Titel zu behaupten. Für den beruflichen Werdegang gilt: Ein klarer, marktverständlicher Titel mit einer belegbaren Verantwortungsangabe ist meist aussagekräftiger als eine möglichst wörtliche Übersetzung.

Abschlüsse und Zertifikate auf Englisch

Bei Bildungsabschlüssen und beruflichen Nachweisen sollten Sie den deutschen Originaltitel nicht durch einen ähnlich klingenden englischen Abschluss ersetzen, wenn Inhalt und Niveau nicht übereinstimmen. Verwenden Sie eine verständliche englische Bezeichnung und ergänzen Sie bei Bedarf den Originalnamen oder eine kurze Erklärung in Klammern. Das ist besonders hilfreich bei Berufsausbildungen, staatlichen Prüfungen und landesspezifischen Fortbildungsabschlüssen.

Deutsche Qualifikationen und passende englische Formulierungen
Deutscher BegriffEnglische Entsprechung
AbiturAbitur (German university-entrance qualification, equivalent to A-Levels)
AusbildungApprenticeship in [trade] oder vocational training in [field]
Diplom-IngenieurDiplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.), degree in engineering
StaatsexamenState examination in [field]
Kaufmann/KauffrauCommercial clerk oder kaufmännische Fachkraft, je nach Aufgabenbereich
MeisterMaster craftsperson in [trade] oder Meister in [trade]
BachelorabschlussBachelor’s degree in [subject]
MasterabschlussMaster’s degree in [subject]
FortbildungszertifikatCertificate in [subject] oder professional qualification in [field]

Die passende Form hängt auch davon ab, was der Nachweis tatsächlich bescheinigt. Bei einer Ausbildung nennen Sie das Fachgebiet, etwa „Apprenticeship in electrical engineering“; bei einem Zertifikat stehen der genaue Kurs- oder Fachbereich und, falls vorhanden, der Aussteller im Vordergrund. Für „Kaufmann/Kauffrau“ ist „commercial clerk“ eine mögliche Entsprechung, aber bei beratenden oder vertrieblichen Aufgaben kann eine Tätigkeitsbezeichnung wie „sales professional“ präziser sein.

Bei „Diplom-Ingenieur“ und „Staatsexamen“ sollten Sie den Originaltitel beibehalten und die Fachrichtung ergänzen, statt eine Gleichwertigkeit zu behaupten. Eine Formulierung wie „Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.), degree in mechanical engineering“ informiert über den Abschluss und das Fach, ohne eine nicht belegte formale Zuordnung zu treffen. Bei „State examination in law“ oder „State examination in medicine“ hilft die Fachangabe, die Prüfung einzuordnen; die genaue Bedeutung hängt vom jeweiligen Studien- und Berufsweg ab.

Führen Sie Zertifikate mit dem Namen der Qualifikation, dem Fachgebiet und dem Ausstellungsjahr auf, sofern diese Angaben auf dem Nachweis stehen. Eine Zeile wie „Certificate in Project Management, 2022“ ist für internationale Bewerbungsunterlagen klarer als eine bloße Übersetzung des deutschen Zertifikatsnamens. Behalten Sie bei längeren Originaltiteln die gebräuchliche Kurzform nur dann bei, wenn sie im Dokument selbst verwendet wird.

Abitur, Bachelor und Master auf Englisch

Das Abitur lässt sich knapp als „German university-entrance qualification“ beschreiben. Wenn ein Vergleich mit dem britischen Schulsystem für die Lesbarkeit hilft, können Sie die Formulierung „Abitur (German university-entrance qualification, equivalent to A-Levels)“ verwenden. „Equivalent to A-Levels“ ist dabei eine Orientierung für Leserinnen und Leser, keine Aussage über eine formale Anerkennung. Bei Bewerbungen außerhalb des Vereinigten Königreichs reicht häufig die Erklärung „German university-entrance qualification“.

Beim Bachelor- und Masterabschluss nennen Sie den Abschlussgrad und das Fach, zum Beispiel „Bachelor of Arts in History“ oder „Master of Science in Data Science“. Übernehmen Sie die genaue Abschlussbezeichnung aus der Urkunde: Ein Bachelor of Arts sollte nicht ohne Grundlage zu einem Bachelor of Science werden. Ergänzen Sie Hochschule und Abschlussjahr, etwa „Master of Science in Data Science, Universität Bremen, 2023“, wenn diese Informationen für den Bildungsweg relevant sind.

Hat ein deutscher Titel keine direkte englische Entsprechung, bleibt der Originalname stehen und erhält eine kurze Klammererklärung. Das gilt zum Beispiel für spezielle Diplomabschlüsse oder berufsbezogene Prüfungen, deren Inhalte je nach Fachrichtung variieren. Eine sachliche Erläuterung wie „German engineering degree“ oder „state examination in law“ vermittelt Fachgebiet und Abschlussart, ohne einen identischen Abschluss im englischsprachigen Bildungssystem vorzutäuschen. Diese Kombination aus Originaltitel und kurzer Erklärung hält den Eintrag nachvollziehbar und präzise.

Der Übersetzungsprozess: Schritt für Schritt

Eine verlässliche Lebenslauf Übersetzung entsteht in drei klar getrennten Arbeitsschritten: Zuerst prüfen Sie Ausgangstext und Aufbau, anschließend übertragen Sie die Inhalte abschnittsweise und zuletzt kontrollieren Sie Fachbegriffe und sprachlichen Stil. Diese Reihenfolge hilft, Übersetzungsfehler von strukturellen Problemen zu unterscheiden. Bei der englischen Fassung zählen präzise Angaben zu Aufgaben und Ergebnissen ebenso wie ein passendes Register. Prüfen Sie außerdem, ob Datumsangaben und Formulierungen für den vorgesehenen Arbeitsmarkt verständlich sind. Mit einer abschließenden Kontrolle wirkt der Lebenslauf geschlossen und professionell.

Schritt 1: Bestandsaufnahme und Gliederung

Bevor Sie mit der Übertragung beginnen, prüfen Sie den deutschen Lebenslauf vollständig. Markieren Sie Inhalte, die entfallen, umbenannt oder neu geordnet werden müssen. Eine kurze Bestandsaufnahme verhindert, dass veraltete Angaben in die englische Fassung übernommen oder wichtige Stationen übersehen werden.

  • Prüfen Sie persönliche oder sonstige Angaben einzeln darauf, ob sie für die konkrete Bewerbung und den Zielmarkt erforderlich sind; kennzeichnen Sie entbehrliche Felder zum Entfernen.
  • Notieren Sie die vorhandenen Abschnitte und vergleichen Sie ihre Reihenfolge mit der gewünschten Gliederung; halten Sie fest, welche Inhalte zusammengehören und welche getrennt bleiben.
  • Markieren Sie Zeiträume ohne erkennbare Tätigkeit oder Ausbildung. Klären Sie vor der Übersetzung, ob die Daten fehlen, eine Station ausgelassen wurde oder tatsächlich eine Unterbrechung vorliegt.
  • Erfassen Sie alle Datumsangaben einheitlich und prüfen Sie Monat und Jahr anhand der Originalunterlagen; entscheiden Sie anschließend, welches verständliche Format für den Zielmarkt verwendet wird.
  • Streichen Sie doppelte Einträge und prüfen Sie, ob Positionsbezeichnungen, Arbeitgebernamen und Ortsangaben im gesamten Dokument konsistent geschrieben sind.

Erstellen Sie danach eine einfache Arbeitsgliederung mit den endgültigen Abschnittsüberschriften und ordnen Sie jeden vorhandenen Eintrag genau einem Abschnitt zu. So lassen sich fehlende Informationen gezielt beim Verfassen klären, statt sie durch Vermutungen zu ergänzen.

Schritt 2: Abschnittsweise übersetzen

Übertragen Sie den Lebenslauf Abschnitt für Abschnitt und schließen Sie jeweils einen Bereich ab, bevor Sie zum nächsten wechseln. Beginnen Sie mit den Angaben, die sich direkt aus dem deutschen Text übernehmen lassen, und übersetzen Sie anschließend Aufgabenbeschreibungen und berufliche Ergebnisse. So bleibt die Bedeutung jeder Station nachvollziehbar, auch wenn die Satzstruktur im Englischen kürzer ausfällt.

Verwenden Sie ein formelles, sachliches Register. Ein englischer Lebenslauf ist kein Ort für umgangssprachliche Wendungen oder unbelegte Selbstbewertungen: Er sollte konkret zeigen, welche Arbeit Sie ausgeführt und welche Verantwortung Sie getragen haben. Ersetzen Sie daher allgemeine Aussagen wie „war zuständig für“ durch präzise Tätigkeitsbeschreibungen, sofern der Ausgangstext diese Verantwortung tatsächlich belegt.

Formulieren Sie Aufgaben aktiv und knapp. In Aufzählungspunkten können Tätigkeiten mit einem aussagekräftigen Verb im Präteritum beginnen, zum Beispiel „Managed“ für eine abgeschlossene Aufgabe oder „Developed“ für eine entwickelte Lösung. Ergänzen Sie, wenn es im Original enthalten ist, den Gegenstand der Tätigkeit, den Umfang oder das Ergebnis. Eine knappe Formulierung wie „Managed a team of eight“ vermittelt mehr als eine abstrakte Aussage über Teamverantwortung; fügen Sie jedoch keine Zahl hinzu, wenn sie nicht belegt ist.

Arbeiten Sie die Abschnitte einzeln durch und kontrollieren Sie nach jedem Abschnitt, ob alle relevanten Informationen erhalten geblieben sind. Bewahren Sie Namen von Unternehmen und Produkten in ihrer offiziellen Schreibweise. Bei wiederkehrenden Begriffen sollten Sie dieselbe Übersetzung verwenden, sofern sie im jeweiligen Zusammenhang dieselbe Bedeutung haben. Überarbeiten Sie erst danach den gesamten Text auf flüssige Übergänge und ein einheitliches Register. Diese abschnittsweise Vorgehensweise erleichtert auch den Abgleich mit dem deutschen Lebenslauf, ohne dass einzelne Leistungen beim Kürzen verloren gehen.

Schritt 3: Prüfen von Fachbegriffen und Register

Kontrollieren Sie nach dem Übersetzen jeden Fachbegriff im jeweiligen beruflichen Kontext. Prüfen Sie, ob die gewählte Bezeichnung in Stellenanzeigen des Ziellandes, auf den englischsprachigen Seiten relevanter Arbeitgeber oder in Veröffentlichungen des zuständigen Berufsverbands tatsächlich gebräuchlich ist. Ein Wörterbuch liefert mögliche Entsprechungen, zeigt aber nicht immer, welche Variante in einer Branche üblich ist. Vergleichen Sie deshalb den Begriff mit mehreren verlässlichen Referenzen und übernehmen Sie keine Formulierung allein deshalb, weil sie wörtlich ähnlich klingt.

Wählen Sie eine Sprachvariante passend zur Bewerbung und halten Sie sie konsequent durch. Für einen britischen CV empfiehlt sich britisches Englisch, einschließlich einheitlicher Schreibweisen und geläufiger beruflicher Formulierungen. Vermischen Sie nicht britische und amerikanische Varianten innerhalb desselben Dokuments. Achten Sie außerdem auf aktive, klare Satzformen. In Aufzählungspunkten zu abgeschlossenen Tätigkeiten stehen Verben im Präteritum, etwa „Managed“ oder „Developed“; eine aktuelle Tätigkeit kann dagegen im Präsens beschrieben werden. Entscheidend ist, dass die Zeitform zum Zeitraum der jeweiligen Station passt.

Prüfen Sie auch, ob Kompetenzangaben aussagekräftig und überprüfbar formuliert sind. Die deutsche Wendung „sehr gute Englischkenntnisse“ lässt sich zum Beispiel konkreter als „Proficient in English“ oder „Advanced English (C1)“ wiedergeben, sofern die Einstufung zutrifft. Verwenden Sie eine Niveaustufe nur, wenn sie durch Ihre tatsächlichen Kenntnisse oder einen passenden Nachweis gedeckt ist.

Als Richtwert umfasst ein britischer CV normalerweise ein bis zwei Seiten. Ein US-amerikanischer Résumé ist bei weniger als zehn Jahren Berufserfahrung häufig auf eine Seite begrenzt. Prüfen Sie die Länge daher nach Zielmarkt und Erfahrung: Kürzen Sie Wiederholungen, nicht aber relevante Aufgaben oder belegte Ergebnisse. Lesen Sie zum Schluss den englischen Text laut oder lassen Sie ihn von einer sprachkundigen Person gegenlesen; achten Sie dabei besonders auf Fachwortwahl, Zeitformen und gleichbleibende Schreibweisen.

Häufige Fragen zur Übersetzung des Lebenslaufs

Bei einer Lebenslauf-Übersetzung tauchen oft Fragen zu Begriffen und Erwartungen in verschiedenen Ländern auf. Besonders wichtig ist, die Bezeichnung des Dokuments an den jeweiligen Bewerbungsmarkt anzupassen. Auch bei Abschlüssen und beim Umfang gelten unterschiedliche Konventionen. Die folgenden Antworten helfen, die passende Form für die eigene Bewerbung zu wählen.

Was bedeutet CV auf Deutsch?

CV bedeutet auf Deutsch Lebenslauf und ist die Abkürzung des englischen Begriffs „Curriculum Vitae“. Im Vereinigten Königreich bezeichnet CV den üblichen Lebenslauf für Bewerbungen und fasst berufliche Stationen sowie Ausbildung zusammen. In den USA wird CV dagegen vor allem für ausführliche akademische Laufbahnen verwendet; für die meisten Stellenbewerbungen ist dort „résumé“ gebräuchlicher. Der gleiche Begriff kann also je nach Land unterschiedliche Erwartungen auslösen. Prüfen Sie vor dem Versand, in welchem Land die Stelle ausgeschrieben ist, und übernehmen Sie die dort übliche Dokumentbezeichnung.

Muss ich meinen Lebenslauf von einem Fachübersetzer übersetzen lassen?

Nein, für eine Bewerbung ist eine Übersetzung durch einen Fachübersetzer nicht grundsätzlich vorgeschrieben; Sie können Ihren Lebenslauf selbst übertragen. Eine zertifizierte Übersetzung unterscheidet sich davon durch ihre formelle Bestätigung und ist nur erforderlich, wenn der Arbeitgeber oder die zuständige Stelle sie ausdrücklich verlangt. Fachliche Unterstützung ist besonders sinnvoll, wenn Ihr beruflicher Werdegang viele spezialisierte Begriffe enthält oder die sprachliche Darstellung Ihrer Qualifikationen für die Bewerbung entscheidend ist. Klären Sie zuerst die Vorgaben des Empfängers und lassen Sie den Text bei Bedarf fachlich prüfen.

Wie übersetzt man ‚Abitur‘ auf Englisch?

Eine passende kurze Übertragung für „Abitur“ ist „university entrance qualification“. Da es sich um einen deutschen Abschluss handelt, kann eine erklärende Klammerformel die Einordnung erleichtern: „General Qualification for University Entrance (Abitur)“. So bleibt der ursprüngliche Abschluss erkennbar, während die englische Formulierung seine Funktion für Leser verständlich macht. Verwenden Sie dieselbe Bezeichnung durchgehend, statt im Lebenslauf zwischen mehreren Varianten zu wechseln. Für eine Bewerbung empfiehlt sich daher die kurze englische Form mit „Abitur“ in Klammern.

Was ist der Unterschied zwischen CV und Résumé?

Ein CV ist im Vereinigten Königreich der übliche Lebenslauf für Bewerbungen, während „résumé“ in den USA und Kanada die geläufige Bezeichnung für ein Bewerbungsdokument ist. Im britischen Gebrauch steht der CV für eine Übersicht über Ausbildung und berufliche Stationen; in den USA bezeichnet CV meist eine ausführlichere akademische Laufbahn. Für eine typische US-Bewerbung wird stattdessen ein résumé erwartet. Die Begriffe unterscheiden sich damit sowohl nach Land als auch nach Verwendungszweck. Richten Sie den Dokumenttitel nach dem Stellenmarkt aus und verwenden Sie für eine US-Stelle in der Regel „résumé“.

Wie lang soll ein englischer Lebenslauf sein?

Im Vereinigten Königreich umfasst ein englischer Lebenslauf üblicherweise ein bis zwei Seiten. Für eine Bewerbung in den USA gilt als Orientierung eine Seite, wenn Sie weniger als zehn Jahre Berufserfahrung haben. Diese Empfehlungen beziehen sich auf unterschiedliche Bewerbungsmärkte und sollten nicht zu einer einheitlichen Seitenvorgabe vermischt werden. Wählen Sie den Umfang, der zur jeweiligen Länderpraxis und zu Ihrer Berufserfahrung passt, und halten Sie die Darstellung auf die relevanten Angaben konzentriert. Prüfen Sie vor dem Versand die regionale Empfehlung: im Vereinigten Königreich ein bis zwei Seiten, in den USA bei weniger als zehn Jahren Erfahrung eine Seite.

Spanisch–Deutsch Fachübersetzung

Was bei der Fachübersetzung technischer und wirtschaftlicher Texte zwischen Spanisch und Deutsch zu beachten ist.